Ausstellung vermittelt Wissen über die böhmische Reformation

09.10.2017

Ausstellung vermittelt Wissen über die böhmische Reformation

„Es ist anders als normaler Unterricht, man lernt viel mehr als von der Schultafel“ freut sich Julia, deren Religionsunterricht bei Schulpfarrer Christoph Fischer derzeit im Kirchensaal stattfindet. Dort nämlich ist gerade eine Wanderausstellung zur Reformation in den böhmischen Ländern zu sehen. Die Zinzendorfschulen und die Evangelische Gesamtgemeinde haben die zehn Tafeln des Deutschen Kulturforums östliches Europa anlässlich des 500. Jubiläums der Luther-Reformation nach Königsfeld geholt.
„Es gab aber auch lange vor Luther schon eine Reformation“, erklärt Christoph Fischer der 10W. Rund 100 Jahre vor dem Anschlag der 95 Thesen in Wittenberg hatte der tschechische Theologe Jan Hus den Ablasshandel kritisiert und vieles von dem vorweg genommen, was Luther später anprangerte. „Aus dieser Entwicklung ist diese Kirche entstanden, in der wir gerade stehen und auch eure Schule“, so der Pfarrer.
Daher dient die Ausstellung den Lehrern nicht nur dazu, gezielt Wissen um die Reformation in Böhmen und Mähren zu vermitteln, sondern auch die Geschichte der Brüdergemeine zu vermitteln.
Die Schülerinnen und Schüler finden es hochinteressant, „es ist schade, dass wir nicht mehr Zeit haben, um darüber etwas zu erfahren“, meint Amunet und Marco findet die Ausstellung insofern spannend, als dass sie das Wissen um die Reformation in der Zeit vor Luther öffentlich macht.
Wer sich selbst über diese spannenden Ereignisse informieren möchte, ist herzlich eingeladen, die Ausstellung im Kirchensaal der Herrnhuter Brüdergemeine in Königsfeld zu besichtigen. Sie ist noch bis zum 15. Oktober täglich von 8 bis 20 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei.

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