Realschüler präsentieren ihr Sozialpraktikum

14.06.2013

Realschüler präsentieren ihr Sozialpraktikum

TOP SE – was so nüchtern klingt, ist als themenorientiertes Praktikum Soziales Engagement ganz dicht an den Menschen und ein fester Bestandteil der baden-württembergischen Lehrpläne für die Realschule. An den Zinzendorfschulen wird diese Pflicht jedes Jahr zur Kür.
Mit viel Engagement gehen die Achtklässler mehrere Wochen regelmäßig in Kindergärten, Seniorenheime, in heilpädagogische Einrichtungen oder zu Familien, die Unterstützung benötigen. Zum Abschluss müssen sie eine Präsentation erarbeiten. Am Donnerstag trugen sie diese im Haus Katharina von Gersdorf vor großem Publikum vor.
 „Wir legen großen Wert darauf, dass unsere Schüler diese Aufgabe nicht nur durch den Verkauf von Kuchen in den Schulpausen abhaken, sondern sich auch da engagieren, wo es nicht immer Spaß macht“, erklärte der Abteilungsleiter der Realschule, Br. Giesel, den anwesenden Eltern und Vertretern der Institutionen, in denen die Schüler sich eingebracht haben.
Sie berichteten – geschickt unterstützt von ihren Religionslehrern Br. Färber und Sr. Sommer – von den Erfahrungen, die sie dabei gesammelt haben. Agnes beispielsweise hat schnell herausgefunden, wie man einen Rollstuhl den Berg hinaufschiebt, ihr Mitschüler Marcel war fasziniert, dass eine 95-Jährige ein ellenlanges Gedicht auswendig rezitieren konnte – „das ging bestimmt fünf Minuten lang“, staunte er.
 Wieder andere Achtklässler brachten die Zuhörer zum Schmunzeln, wenn sie etwa sehr bestimmt erklärten, wie gut es für die Kindergartenkinder ist, dass „auch mal Schüler da sind und mit ihnen klettern“ - weil die Erzieherinnen dazu ja „zu alt“ seien.
 Eine interessante Erfahrung hat Julian im Kindergarten gemacht: „Die Mädchen gehen gleich auf einen zu, während die Jungs zu Anfang etwas schüchtern sind.“ Überhaupt war die Arbeit mit kleinen Kindern immer wieder für eine Überraschung gut: „Wenn man ihnen Wasser gibt, wird man selbst nass“, musste eine Achtklässlerin feststellen, die in einer Grundschule mit einer Gruppe Kindern im Schulgarten gearbeitet hat.
 Beim heilpädagogischen Reiten haben ein paar Mädchen Verantwortung sowohl für die Pferde als auch für die reitenden Kinder übernommen, andere gingen mit Kleinkindern in den Streichelzoo und zeigten ihnen Ziegen und Schafe.
 Alle waren sich einig, dass das Sozialprojekt eine tolle Erfahrung ist, viele hatten zu Beginn Bedenken und waren dann doch überrascht, wie viel Spaß es ihnen gemacht hat und einige wollen ihr Soziales Engagement sogar freiwillig fortführen.
Damit sind alle dem „Ziel, sozial zu sein und sich als Teil des Ganzen zu verstehen“, wie es der Schulpfarrer Br. Fischer in seiner Begrüßung formuliert hat, ein ganzes Stück näher gekommen.

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