Tiere der Savanne und ein Baum im Kirchensaal

25.11.2016

Tiere der Savanne und ein Baum im Kirchensaal

Es war das bislang aufwendigste der Unterstufenmusicals, die jedes Jahr zum Altschülertreffen der Zinzendorfschulen unter der Leitung von Br. Michel entstehen, aber die Mühe und die unzähligen Stunden Arbeit vieler Beteiligter haben sich mehr als gelohnt. Schon bevor der erste Ton des weihnachtlichen Musicals „Immanuel – Immanuel“ von Wolfgang König (Musik) und Veronika te Reh (Text) im Kirchensaal erklungen war, zeigten sich die Zuschauer von der Kulisse beeindruckt, die witzige Geschichte um die Tiere der Savanne, die sich jedes Jahr vom Affenbrotbaum Mbuyu die Geschichte von Immanuel erzählen lassen, tat ihr Übriges.
Der riesige Baum (gesprochen von Gerhard Lempp), der beinahe bis an die Decke reichte, erzählte eine Geschichte, die er vor rund 2000 Jahren selbst erlebt hatte: Das Warzenschwein Ngiri (Johannes Schott) findet ein Blatt Papier mit der biblischen Prophezeihung der Geburt Immanuels, das jedoch nur die Brillenschlange Miwani (Eva Bochinger) lesen kann. Nur ist leider das nach Menschen riechende Schriftstück genau an der Stelle von Ngiris Hauern durchbohrt, an der steht, wer denn nun Immanuel zur Welt bringen wird. Miwani liest den Text wieder und wieder, doch immer gibt ein laut gesprochener Platzhalter „Und eine Mhmhmh wird einen Immanuel zur Welt bringen….“ allen ein Rätsel auf. Eine Löwin? Eine Giraffe? Eine Schlange? Ein Affe oder ein Elefant?
Jede Gruppe Tiere (mit phantastischen Köpfen, die - ebenso wie die Kulisse - aus der Werkstatt des Kunstlehrers Br. Dietz-Burk stammen und tollen Kostümen [Sr. Fraas und Helfer]) beansprucht den Platz im Nest für seinen Nachwuchs und so liegen schließlich mit den Kindern der Löwen, Giraffen, Elefanten, der Affen und einem Ei der Schlange Cleopatra (Tina Rosenberg) gleich fünf Immanuels in dem von den Vögeln gebauten und für jeden neuen Immanuel erweiterten Nest.
Dass die Löwenmama Kelele (Laura Klebowski) ihre Töchter als viel mutiger und kräftiger als ihren Sohn ansieht, stört Löwen-Macho Simba (Samuel Domscheit) wenig,  derweil bekommt die Giraffe Mama Twiga (Maya Marquardt) „so einen Hals“ als sie hört, dass Immanuel eine Wildkatze sein soll. Auch die Elefantenmama Mkonga (Nina Marwuardt) und ihre Kinder nicht begeistert, sind sie doch die schwersten Tiere und der Affenoma Bibi (Santhia Fritz) ist es sogar ziemlich egal, dass das Baby ihrer Tochter ein Mädchen ist. Sie pflückt kurzerhand ein Blatt und wickelt es, so dass das niemand merkt.
Natürlich wird die Geschichte am Schluss aufgelöst: Ngiri findet ein weiteres Blatt, das auch „nach Menschen riecht“, wie die Schlange Miwani feststellt – und für noch mehr Verwirrung sorgt, bis der Esel Muhimu (Roodnelson Fritz) von seinem Stall in Bethlehem erzählt. Erst sind alle Tiere enttäuscht, dass Immanuel ein Mensch ist, aber der Baum Mbuyu versichert ihnen, dass er auch für sie da sein werde – schließlich habe der Esel für Immanuel Platz in seinem Stall gemacht.
Die Regisseurin Kathrin Wallner hatte alle 35 Tierdarsteller mühelos an die jeweils richtige Stelle dirigiert, als Solisten beeindruckten Alican Akan und Emese Bacso mit ihren festen Stimmen, die beiden Schlangen sowie Affenoma und Affenmama Ndizi (Hannah Jauch) meisterten jeweils schwierige Duette.
Der Chor der sechsten Klassen, bei dem Sr. Ermich bei der Einstudierung der Lieder mitgewirkt hat, wurde vom Großen Chor unterstützt, ein bewährtes Quartett aus Querflöte (Ann-Kathrin Moritz), Violine (Br. Ziegler), Bass (Verena Dichter) und Klavier (Matthias Fichter) spielte die eingängigen Melodien. Dennis Haase und Br. Knieß setzten das fröhlich-bunte Musical technisch in Szene. Alle Beteiligten hatten für kurzweilige zwei Stunden gesorgt, was vom Publikum mit ausgiebigem Applaus honoriert wurde.
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