Workshop über die Not in Südafrika

14.07.2011

Workshop über die Not in Südafrika

Vier Referenten der Hilfsorganisation GoAhead! leiten Workshop und moderieren Präsentation der Ergebnisse
Mit einem spannenden Planspiel endete am Mittwoch ein zweitägiger Workshop der HilfsorganisationGoAhead!Rund 30 Schülerinnen und Schüler hatten in zwei Gruppen die Themen HIV/Aids und Armut in Südafrika erarbeitet. Es ging um die verschiedenen Aspekte und um Lösungsmöglichkeiten. Dabei gab es selbst für diejenigen, die sich schon länger mit dem Thema beschäftigen, viel Neues zu erfahren. „Es öffnet einem schon die Augen, wenn man sich die weltweite Verteilung der Krankheit ansieht“, meinte Helena Steurer, die nach ihrem Abitur später selbst einmal nach Afrika gehen möchte.
Die Teilnehmer löcherten die Referenten mit Fragen, so dass sie einige Antworten selbst erst einmal recherchieren mussten, obwohl Kai Bildhauer, Nicole Schuh, Angela Steffens und Valentin Hoffmann sich schon lange mit dem Thema befassen. Sie alle studieren in Heidelberg und gehören zur dortigen Hochschulgruppe von GoAhead! Die Teilnehmer wollten beispielsweise wissen, wie das HI-Virus in Indien oder in Russland verteilt ist.
Sie erarbeiteten, dass viele Probleme Südafrikas kulturelle Gründe haben. „Sie wissen zwar, dass Kondome schützen, aber das wird oft als Misstrauen gegenüber dem Partner gewertet“, erklärten die Referenten. Die Lösung sei, die Gesellschaft zu verändern und dabei müsse man bei den jungen Menschen ansetzen.
In der anderen Gruppe, die sich mit Armut befasste, staunten die Teilnehmer, dass in Südafrika auch viele Weiße unterhalb der Armutsgrenze lebten.
Der Workshop basiert auf einem als Diplomarbeit entwickelten Konzept, das schon dutzende Male bundesweit an Schulen erprobt und immer weiter verbessert wurde. Dadurch, dass die Referenten nicht viel älter sind als die Teilnehmer und selbst nach ihrem Schulabschluss Erfahrung als Freiwillige in Afrika gesammelt haben, konnten sie den Workshop sehr lebendig gestalten.
Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: Beide Gruppen bekamen die Aufgabe, eine fiktive Hilfsorganisation zu konzipieren und Lösungsvorschläge für die Probleme Südafrikas zu erarbeiten. Bei der Präsentation am Abend warben beide Gruppen beim Publikum um Unterstützung. Beide legten den Schwerpunkt auf Bildung, jedoch wollte die eine Gruppe gleich loslegen und Schulen bauen, während die andere zunächst die Infrastruktur mit medizinischer- und Trinkwasserversorgung stabilisieren will.
Bei der lebhaften Podiumsdiskussion, die von Angela Steffens geschickt moderiert wurde, war das starke Engagement der Schüler mehr als deutlich zu merken. Sie haben den gleichen unbedingten Willen zu helfen wie schon die Gründer von GoAhead, von denen einer ebenfalls an den Zinzendorfschulen gelernt und sein Abitur abgelegt hatte.

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