
Musikalischer Abschied von Mitarbeitenden
Pädagogen und Nichtpädagogen gehen in den Ruhestand oder widmen sich anderen Aufgaben
Mit Musik, Blumen und heiteren Anekdoten wurden Thomas Blönnigen (4. von links) und Doris Winterhalter (3. Von rechts) in den Ruhestand und andere Mitarbeitende in andere Aufgaben verabschied
Egal ob Lehr- oder Reinigungskraft, FSJlerin oder Referendar – es wäre kein richtiger Abschied von den Zinzendorfschulen, wenn nicht auch Musik im Spiel wäre. So natürlich auch am letzten Schultag bei der Verabschiedung von Sr. Schlitter (FSJ), Br. Heinemann und Br. Steinhauer (Referendare), Br. Blönnigen (Lehrer), Sr. Winterhalter (Hauswirtschaft) und Sr. Oberdorfer (Küche).
Ein hinreißendes Streichquartett und der obligatorische Mitarbeitendenchor machten den Scheidenden den Abschied schwer. Br. Blönnigen, der fünf Jahre lang am Gymnasium Mathematik und Physik unterrichtete und jetzt in den Ruhestand verabschiedet wurde, bekam zum Ständchen sogar noch eine akrobatische Einlage. Da er früher einmal Eiskunstläufer war, lief Br. Steinhauer (seines Zeichens ehemaliger Eishockeyspieler) zu einem mit augenzwinkerndem Text versehenen Walzer mit Inline-Skates durch den Kirchensaal.
Die Leiterin des allgemeinbildenden Gymnasiums, Sr. Vogt, erinnerte sich an seine Vereidigung – es war ihre erste und seine zweite, da Br. Blönnigen bereits in einem anderen Bundesland verbeamtet war - im Freien an der Tischtennisplatte. Die damalige Corona-Pandemie erforderte von allen ein gewisses Maß an Kreativität.
Nach 19 Jahren und sieben Monaten ging auch die Reinigungskraft Sr. Winterhalter in den Ruhestand. Verwaltungsleiter Br. Banholzer lobte unter anderem ihre Hilfsbereitschaft, Zuverlässigkeit und gute Laune. „Sie ist nicht nur eine begabte Reinigungskraft, sondern auch eine begnadete Köchin.“ Ihre Selbstgespräche seien legendär und hätten ihn öfter zum Schmunzeln gebracht.
In Abwesenheit verabschiedete er auch Sr. Oberdorf aus dem Küchenteam nach mehr als 20 Jahren in den Ruhestand und hob ihre Ruhe und Gelassenheit hervor. Auf ihre Desserts, auf die sie sich spezialisiert hat, müssen die Gäste der Kantine jedoch noch nicht verzichten: Sie wird auch nach ihrem Ruhestand weiterhin das Team unterstützen.
Einen Abschied vom Amt, aber nicht der Person, gab es zum Schluss der Feierstunde: Schulleiterin Erdmuthe Terno dankte dem ehemaligen Leiter der Realschule, Berufsfachschulen und früher auch der Werkrealschule, Br. Hertnagel, für seine langjährige Arbeit und für seine Funktion als ihr Stellvertreter. „Zu all diesen Aufgaben haben Sie sich nicht gedrängt“, sagte sie, „vielleicht waren Sie gerade deshalb so gut dafür geeignet gewesen.“ Sie hob seine Empathie und sein Wohlwollen für sein Gegenüber hervor, mit seinem pädagogischen und gütigen Stil sei er nah an seinem Kollegium und nah an den Schülerinnen und Schülern. Diese werden davon weiterhin profitieren, denn als Lehrer bleibt Br. Hertnagel den Zinzendorfschulen bis zu seinem Ruhestand erhalten.
Bereits beim Gartenfest des Internats wurden die Internatspädagogin Sr. Stoiber, Br. Schenk und Br. Fink verabschiedet. Der dritte der Pädagogen, die ihr Referendariat an den Zinzendorfschulen beendet haben, wurde nicht verabschiedet – Br. Fehrenbach bleibt als Lehrer für Mathematik und Musik im Königsfelder Schulwerk.