
„Sozial im Saal“ bereits in der dritten Runde
Jugendhilfeeinrichtungen stellen sich und ihre Arbeit den Fachschüler*innen vor
Für die Stadt Villingen-Schwenningen berichteten Lukas Molnar und Tabea Gesang über die Ganztagsbetreuung an Schulen.
„Die Ausbildung von Fachkräften im Sozialwesen kann nicht losgelöst von der Praxis gelingen“, ist Sandra Bandholz, Leiterin der Fachschulen für Sozialwesen und Sozialpädagogik, überzeugt. „Eine zeitgemäße und qualitativ hochwertige Ausbildung braucht den kontinuierlichen Austausch zwischen Schule und den unterschiedlichen Handlungsfeldern der sozialen Arbeit. Sie braucht Einblicke in die Realität pädagogischer Arbeit, in unterschiedliche Konzepte, Herausforderungen und auch in die besonderen Erfahrungen, die Fachkräfte in ihrem Berufsalltag machen.“
Daher ging die Veranstaltung „Sozial im Saal“ in diesem Jahr bereits in die dritte Runde. Dabei stellten sich große Jugendhilfeeinrichtungen aus der Region den angehenden Erzieherinnen sowie Jugend- und Heimerzieherinnen vor und gaben praxisnahe Einblicke in ihre Arbeit.
Nach der Eröffnung im historischen Speisesaal des Erdmuth-Dorotheen-Hauses präsentierten sich die Einrichtungen in zwei Durchgängen in verschiedenen Räumen. So konnten die Fachschüler*innen jeweils zwei Institutionen intensiver kennenlernen und im Anschluss gezielt Fragen stellen. Mit dabei waren die Jugendhilfeeinrichtung Mariahof, die Stiftung St. Franziskus, die Luisenklinik Bad Dürrheim, die Stadt Villingen-Schwenningen, der Mutpol der Diakonischen Jugendhilfe Tuttlingen e.V., die Katharinenhöhe sowie das JUKS³.
Die teilnehmenden Einrichtungen hatten Mitarbeitende aus der Praxis entsandt, die direkt aus ihrem Arbeitsalltag berichteten. Dadurch erhielten die Fachschüler*innen einen authentischen Einblick in die vielfältigen Arbeitsfelder der Sozialen Arbeit – von Kindertagesstätten über Heimerziehung bis hin zur offenen Jugendarbeit. „Unsere Auszubildenden lernen so, dass ihnen im Beruf ein breites Spektrum an Möglichkeiten offensteht“, sagt Sandra Bandholz. Bei „Sozial im Saal“ können sie nach den Vorträgen Fragen stellen und Kontakte knüpfen.
Aber auch für die Einrichtungen ist es eine willkommene Gelegenheit, ihre Arbeit sichtbar zu machen und mit angehenden Fachkräften frühzeitig in Kontakt zu kommen. „Es ist eine gute Werbung für uns und wir haben immer Vakanzen“, sagen Lukas Molnar und Tabea Gesang, die für das Amt für Jugend, Bildung, Integration und Sport – Abteilung Schulen der Stadt Villingen-Schwenningen gekommen waren und über die Schülerbetreuung berichteten.
„Vielleicht lernen Sie heute bereits Ihre zukünftigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kennen“, so Sandra Bandholz bei der Begrüßung. An den Zinzendorfschulen gehe es nicht allein darum, möglichst viele Fachkräfte auszubilden. „Es geht auch darum, dass gut ausgebildete Menschen ihren Platz in den Arbeitsfeldern finden, in denen sie ihre Kompetenzen, ihre Persönlichkeit und ihre Motivation bestmöglich einbringen können.“